Stadt Wiehe in Thüringen
Stadt Wiehe
Stadt Wiehe
Wiehe

Geschichte

Rabenstein

Durch archäologische Funde ist die Besiedlung unseres Gebietes seit der Jungsteinzeit bezeugt. Mit Sicherheit waren auch Vertreter germanischer Stämme zu Beginn der Zeitrechnung und danach Bewohner des Thüringer Königreiches hier ansässig. Nach der Zerschlagung dieses Reiches durch die Franken und Sachsen im Jahre 531 entwickelte sich Wiehe zu einer fränkischen Burgsiedlung im Gau "Uuigsezi", dem Wiehegau. Die erste urkundliche Erwähnung von "Wihe` erfolgte um 786 im "Breviarium St. Lulli", einem Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld.

Relief

933 erwarb König Heinrich I. die Herrschaft Wiehe, die Burg wurde dadurch Reichsburg. 998 schenkte Otto III. die Herrschaft Wiehe dem Kloster in Memleben. Da in dieser Schenkungsurkunde auch Weinberge genannt wurden, ist damit der mehr als 1000jährige Weinanbau im Unstruttal nachgewiesen.

Um 1045 kam die Herrschaft Wiehe als Lehen an die Thüringer Grafen von Kevernburg. Graf Albert I. ließ 1233/37 die Burg Rabenswald erbauen, die jedoch bald darauf im Thüringer Grafenkrieg 1342/46 zerstört wurde. Nach wiederholtem Besitzerwechsel gelangte Wiehe 1461 durch Kaufvertrag mit Erbrecht an die Familie von Werthern.

St. Bartholomäus

Der sich im Mittelalter zur Stadt entwickelnde Ort war durch eine Mauer mit drei Toren, Wehrtürmen und Wall geschützt und besaß bereits 1320 Elemente des Stadt- und Marktrechts. Nach dem großen Stadtbrand 1659 wurden Stadt, Kirche und Schloss neu aufgebaut.

Wiehe ist bis heute eine ländliche Kleinstadt geblieben, die jedoch durch ihre Betriebe, die gute medizinische Versorgung sowie verschiedener Handels- und anderer Einrichtungen auch für die umliegenden Orte von Bedeutung ist.

Wiehe ist Geburtsort des Historikers Leopold von Ranke (1795-1886). Von den Jahrmärkten ist der Bartholomäusmarkt im August als Heimatfest erhalten geblieben. Von den zahlreichen früher hier ansässigen Handwerksbetrieben sind bis heute noch zwei Böttchereien tätig.

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