Stadt Wiehe in Thüringen
Stadt Wiehe
Stadt Wiehe
Wiehe

Langenroda (OT)

Langenroda, seit dem 24. März 1994 Ortsteil der Stadt Wiehe, zählt etwa 250 Einwohner.

Mehrere Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Zeit der Germanen sowie dem 12./13. Jahrhundert weisen auf eine frühe und wiederholte Besiedelung hin.

Den Namen erhielt das langgestreckte Dorf wegen der Rodung der damals hier reichlich vorkommenden Wälder. Unter dem Namen "Langinrode" wurde es 1312 erstmalig urkundlich erwähnt.

Das tief eingeschnittene Tal, in dessen Sohle der Ort liegt, zieht sich bis in die Hohe Schrecke, die nördliche Gabelung der Finne, hinein. Geprägt wird der Landschaftsraum durch die nördlichen und südlichen Talhänge mit ihren Wiesen und Streuobstwiesen und der östlich des Ortes gelegenen Unstrutebene mit ihren Feldfluren. Von den Höhen am sogenannten Schießplatz, etwa 324m über NN, genießt man wunderschöne Ausblicke über das mittlere Unstruttal und den Ziegelrodaer Forst auf der Querfurter Platte. Im Westen erblickt man das Kyffhäusergebirge mit seinem Denkmal, im Osten den Wendelstein unweit der alten Kaiserpfalz Memleben.

Gemeindebrauhaus

Das Gemeindebrauhaus gehört ebenfalls zu den Besonderheiten. Die Schankberechtigung wechselte ständig. In den jeweiligen Häusern wurde auch getanzt. Daher wird von älteren Bewohnern statt "Flur" oder "Diele", "Saal" gesagt. Heute befindet sich das Schankrecht im Haus Nr. 19. Dieses Grundstück ist Privatbesitz und verfügt über einen Saal für ca. 150 Personen, eine Gaststube und zwei Vereinszimmer. Das Vereinsleben der Langenrodaer Bürger spielt sich hauptsächlich in diesen Räumen ab.

St.-Georgs-Kirche

Die St.-Georgs-Kirche im neuromanischen Stil bildet die Dorfmitte. Sie ist über breite Sandsteinstufen zugänglich. Die Kirche wurde 1894 in nur 6 1/2 monatiger Bauzeit errichtet.

Typisch für diesen Ortsteil sind die Zwei- und Dreiseitgehöfte im thüringisch-fränkischen Baustil. Der Fachwerkgiebel zeigt zur Straße, während sich der Eingang auf der Hofseite befindet.

Zu den Besonderheiten Langenrodas gehören die gemauerten Backhäuser, die mit Reisig beheizt wurden. Noch heute findet man voll funktionsfähige Backhäuser u. a. im Grundstück Hülßner (Nr. 18) und Petzoldt (Nr. 26).

Bockwindmühle aus dem Jahre 1732

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Kriegerdenkmal, der 1995 neugestaltete Lindenplatz, die Wolfstalquelle und die Bockwindmühle aus dem Jahre 1732.

Feuerwehr in Langenroda

Stolz sind die Langenrodaer auf ihre Feuerwehr. Obwohl nur ein kleiner Ort, war sie schon 1869 mit einem Spritzenwagen ausgestattet und damit hochmodern und effektiv.

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